Kardiologe und Komponist Richard Bing feiert 100. Geburtstag
Prof. Dr. Richard Bing, in Nürnberg geborener und den USA tätiger Top-Kardiologe und Komponist, feiert am 12. Oktober seinen 100. Geburtstag. Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, die derzeit ihre Herbsttagung in Dresden abhält, würdigt ihr prominentes Ehrenmitglied.
Die Deutsche Kardiologische Gesellschaft, derzeit zu ihrer Herbsttagung in Dresden versammelt, feiert eines ihrer prominentesten Ehrenmitglieder: Der aus Nürnberg stammende und seit den 30er Jahren in den USA tätige Prof. Dr. Richard J. Bing begeht am 12. Oktober seinen 100. Geburtstag.
Das außergewöhnliche Multitalent Prof. Bing absolvierte eine musikalische und eine medizinische Ausbildung. Unmittelbar nach Abschluss seines Medizinstudiums (Wien, Berlin und München) 1934 wurde er von den Nationalsozialisten vertrieben und gelangte über die Schweiz und Dänemark in die USA.
Über New York, Boston und zahlreiche andere hochkarätige Stationen kam Prof. Bing schließlich an das Huntington Medical Research Institute in Pasadena, Kalifornien.
Das wissenschaftliche Lebenswerk Prof. Bings umfasst mehr als 500 Publikationen, noch heute veröffentlicht er medizinhistorische Aufsätze. Er war ein großer Lehrer und prägend für die wissenschaftliche Karriere zahlreicher auch deutschsprachiger Kardiologen, die bei ihm eine Ausbildung absolvierten. Mehr als 200 musikalische Werke belegen seine künstlerische Schaffenskraft.
Die DGK ehrt Prof. Bing zu seinem 100. Geburtstag mit der Goldenen Ehrennadel. Der frühere DGK-Präsident Prof. Dr. Martin Gottwik organisiert in Nürnberg (25. Oktober 2009, 17 Uhr, Frauenkirche) ein Konzert, bei dem Prof. Bings Magnificat aufgeführt wird.
Quelle:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
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